Der Fiat Doblo als Campervan

Klein(er) in den Maßen, aber groß an Möglichkeiten: Mit ein paar Tricks und Ideen lässt sich der Fiat Doblo zu einem Campervan mit italienischem Flair umbauen. Zwar erfordern die Begrenzungen etwas mehr Kreativität, aber dafür sind auch engere Straßen und Kurven mit dem Doblo besser zu bewältigen als in einem großen Wohnmobil. 

Der erste Punkt bei der Ausbauplanung liegt darin, sich über die Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden. Soll es auf lange Reisen mit Platz für viel Gepäck und ein mobiles Büro gehen oder eher auf kürzere Trips, bei denen mehr Wert auf eine große, bequeme Liegefläche und kompakte Kochmöglichkeiten gelegt wird?

Etliche Fertigbausätze haben würfelförmige Module – sogar für eine Heckküche -, die nach Bedarf variiert werden können. Eine Spüle mit Wassertank, Kochfläche und thermoelektrischer Kühlbox sowie eine Liegefläche mit Multifunktion sind ein guter Einstieg ins Wohnmobilleben im Fiat Diablo. Ein Hubdach ist einfach eingebaut und vergrößert die Stehfläche genug, um sich bei schlechtem Wetter ohne Gefahr für den Schädel bequem hin und her zu bewegen. 

Platzsparendes Entertainment kann in klassischen Karten– und klappbaren Brettspielen bestehen. Ein Ipad oder andere Tablets sind groß genug, um Filme zu gucken oder sich online mit Spielen aller Art von Schach bis zu Poker zu vergnügen.

Dazu bieten sich die Liegefläche zum Lümmeln oder eine klappbare Sitzbank an, die mit wenigen Handgriffen zum Bett umfunktioniert werden kann. Multifunktionalität ist das Stichwort. Mit etwas Einfallsreichtum lässt sich der Tisch zum Essen, zum Spielen und als Minibüro nutzen. Wer aufs Hubdach verzichtet hat, sollte allerdings daran denken, gegebenenfalls den Kopf einzuziehen.

Je nach Bedarf gibt es Fertigbausätze für den Fiat Doblo, die deutlich günstiger sind als Individuallösungen. 

Der Urlaub im Wohnmobil wird immer beliebter. Im Jahr 2016 waren erstmals mehr als eine Million Reisemobile und Wohnwagen in Deutschland registriert. Dabei sind vor allem umgebaute Kastenwagen wie der Fiat Doblo begehrt. Beigetragen zu dem Trend haben nicht nur die immer luxuriöser werdenden Campingplätze und die gewonnene Unabhängigkeit im Campervan, sondern auch die technischen Fortschritte. Viele Geräte und Utensilien wie eine Spüle mit Wasserpumpe, Tank und Kochmöglichkeit lassen sich platzsparend unterbringen, und dank Vernetzung lässt sich immer mehr via Ipad oder Laptop steuern – von der Raumtemperatur bis zum Entertainmentsystem.

Das ist Welten entfernt von den alten Zeiten, wo ein tragbarer Fernseher mit meist schlechtem Empfang das höchste der Gefühle war, was Unterhaltung anbetraf, und Getränke mit Raumtemperatur an der Tagesordnung waren.

Mit der Technologie haben sich auch die Freizeitgewohnheiten im Urlaub geändert. Rund 2,4 Stunden pro Tag verbringen die Deutschen laut einer Studie von 2017 mit Smartphone und Ipad, und weitere 1,6 Stunden werden Social Media gewidmet – alles Sachen, die sich auch im umgebauten Campervan inzwischen mühelos machen lassen. Und da die meisten Bundesbürger zudem auch im Urlaub gern längere Strecken fahren, ist das Fahrzeug als Unterkunft allemal eine sinnvolle Lösung.