Fiat Fiorino – der neue Kleinsttransporter

Donnerstag, 4. Oktober 2007 um 18:45 Uhr
von hfichtner

Fiat Fiorino – Kleinsttransporter
Fiat Fiorino, der neue Kleinsttransporter. Wurde zusammen mit PSA (Peugeot und Citroen) entwickelt.

Das neue Modell feiert auf der „Transpotec 2007“ in Mailand seine Weltpremiere. Verkaufsstart ist im Februar 2008. Dank optimaler Raumnutzung bietet der Transporter ein erstaunliches Ladevolumen von 2,5m³ bei einer Gesamtlänge von nur 3,86m, einer Höhe von 1,71m und Breite von 1,72m.

Die Nutzfahrzeugpalette von Fiat Professional wird in Deutschland ab Februar 2008 um den neuen Fiat Fiorino erweitert. Der italienische Kleinsttransporter, der auf der „Transpotec 2007“ in Mailand (4. bis 7. Oktober 2007) seine Weltpremiere feiert, soll mit einer erfrischenden Optik seine Klasse beleben. Dazu mit Inhalten, die ihn in Sachen Transportnutzen, Wirtschaftlichkeit, Alltagstauglichkeit und Komfort zum neuen Bezugspunkt im Segment 1B machen sollen. Der neue Fiat Fiorino ist äußerst kompakt, handlich und wendig in der Stadt (Wendekreis unter zehn Meter), flott und sicher über Land und bietet Fahrer wie Beifahrer Pkw-ähnlichen Fahrkomfort.

Fiat Fiorino – Kleinsttransporter

Eigenschaften, die ihn für viele Einsatzarten prädestinieren. Ob im Lieferverkehr, im Kundenservice, beim Handwerk, bei Handelsreisenden oder im Kurierdienst – der neue Fiat Fiorino soll durch sein stimmiges und durchdachtes Konzept überzeugen. Ebenso durch niedrige Betriebskosten und attraktive Preise. Mit dem neuen Modell rundet Fiat Professional seine Transporterpalette nach unten ab und kehrt in ein Segment zurück, in dem der neue Fiat Fiorino an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen soll.

Der neue Fiat Fiorino baut auf ein modernes Design, das ihm einen bullig-robusten Charakter und eine eigenständige Dynamik verleihen soll. Die Front prägt ein massiger, schwarzer Stoßfänger, der ungewöhnlich hoch angesetzt ist und mit einem lackierten Segment in die kurze Motorhaube überleitet. Groß dimensionierte Scheinwerfer im Längsformat, das runde Markenlogo und die weit in das Dach reichende Fronscheibe sind weitere markante Gestaltungselemente. Sie alle sorgen für ein Fiorino-Gesicht, das gefallen möchte.

Das gilt auch für die Seitenlinie. Sie vereint Rundungen und glatte Flächen zu einer für die Transportvorgaben typischen Form. Auffallend sind das tief angesetzte Seitenfester und die ausgestellten Radhäuser, die durch die gewölbte Unterseite der Karosserie inklusive dominanter Seitenschutzleiste harmonisch miteinander verbunden sind. Stimmig integriert ist auch die seitliche Schiebetür, die auf ihrem glatten Oberteil Platz für Werbeaufschriften bietet.

Fiat Fiorino – Kleinsttransporter

Das quadratische Heck vermittelt optisch einen Eindruck der Ladekapazität des neuen Fiat Fiorino. Mit integriertem Stoßfänger, großformatiger Flügeltür, niedriger Ladekante und senkrecht angeordneten Leuchteinheiten passt es sich formal und inhaltlich dem Konzept des neuen Kleinsttransporters an. Dazu gehören auch die soliden, vertikal angeordneten Türgriffe, die ebenfalls an den seitlichen Schiebetüren und den Vordertüren praxisgerecht für hohe Funktionalität sorgen sollen.

Der neue Fiat Fiorino vereint kompakte Abmessungen mit einem großem Laderaum und hoher Nutzlast. Er ist nur 3,86 Meter lang, 1,72 Meter hoch und 1,71 Meter breit. Dennoch bietet er dank optimaler Raumnutzung ein Ladevolumen von 2,5 m3, das bei umgelegtem Beifahrersitz auf maximal 2,8 m3 vergrößert werden kann. Auch bei den übrigen „Standardwerten“ ist der neue Kleinsttransporter vorbildlich. So beträgt die Nutzlast 500 Kilogramm (inklusive Fahrer), ist sein Laderaum über 1,50 Meter lang und wächst dessen Länge bei umgeklapptem Beifahrersitz auf 2,50 Meter an. Sechs Verzurrösen im Laderaum und die mit 527 mm niedrige Ladekante zeigen zudem die praxisorientierte Gestaltung des neuen Fiorino.

Fiat Fiorino – Kleinsttransporter

Die Fahrerkabine des neuen Fiat Fiorino soll hohe Funktionalität mit für die Klasse nicht alltäglichen Komfortfeatures verbinden. Beispiel dafür soll das Armaturenbrett im T-Design inklusive praxisgerecht platziertem Schalthebel, der komfortable und vielfach variable Fahrersitz, das höhenverstellbare Lenkrad, die perfekte Sicht seitlich und nach vorn sowie die über zwölf Ablagen – darunter auch ein großes Schubfach im Armaturenbrett – das auch als Schreibunterlage dient sein. Ein besonderer Clou ist der zusammenklappbare Beifahrersitz. Er ermöglicht eine Verlängerung des Laderaums um einen ganzen Meter. Zum Komfort an Bord des neuen Fiat Fiorino gehört auch eine Klimatisierung, ein Radio mit CD- und MP3-Player samt Bluetooth-Funktion sowie eine Dämmung der Fahrerkabine, die die Fahrgeräusche senken soll und so das ermüden der Fahrer auch bei längeren Distanzen verhindern.

Der neue Fiat Fiorino wird wahlweise mit einem 1.4-Liter-Benziner mit 56 kW (73 PS) und einem 55 kW (75 PS) starken 1.3-Liter Multijet-Diesel angeboten. Der wirtschaftliche und umweltfreundliche Turbodiesel ist mit einem Fünfgang-Getriebe oder mit einem halbautomatisierten Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert, verbraucht 4,5 l/100 km (kombiniert nach RL 80/1286/EWG), garantiert eine Höchstgeschwindigkeit von 157 km/h und emmitiert nur 119 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Multijet-Diesel senkt nachhaltig die Betriebskosten (Serviceintervall 30.000 km), soll laufruhig und durchzugsstark sein. Eigenschaften, die im Transporteralltag zählen und die auch der 1.4-Liter Benziner bieten soll. Er ist ebenfalls mit einem Fünfgang-Getriebe gekoppelt, soll drehfreudig sein und dem neuen Fiat Fiorino nicht alltägliche Agilität verleihen.

Fiat Fiorino – Kleinsttransporter

Seine ausgeklügelte Karosseriestruktur, die mit gezielten Verstärkungen und hoher Drehfestigkeit aufwartet und speziell die Fahrerkabine durch programmierte Deformationsteile schützt, macht den neuen Fiorino zu einem äußerst sicheren Fahrzeug. Das gilt auch für das drehbare Schutzgitter hinter dem Fahrersitz oder die Stahltrennwand, die ein Eindringen des Ladeguts verhindern. Wirkungsvollen Schutz bei Unfällen mit niedriger Geschwindigkeit bieten auch die großformatigen Stoßstangen, die im Reparaturfall leicht und kostengünstig ersetzt werden können.

Der neue Fiat Fiorino schützt seine Insassen mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten samt Gurtkraftbegrenzer, ein Fahrerairbag ist ab Werk vorhanden. Auf Wunsch angeboten werden auch ein Airbag für den Beifahrer sowie Seitenairbags. Zum Sicherheitspaket des neuen Fiorini gehört auch eine mit ABS samt EBD kombinierte Bremsanlage. Ebenso das Fahrwerk, das mit Einzelradaufhängung vom Typ McPherson vorn, Drehkörperachse hinten und 15-Zoll-Bereifung auf den harten Transport-Einsatz abgestimmt sein soll.

Der neue Fiat Fiorino ist ebenso funktionell wie reichhaltig ausgestattet. Neben ABS, Fahrer-Airbag, Servolenkung, wärmedämmender Verglasung und den zahlreichen Ablagen gehören dazu (teils Serie, teils auf Wunsch) auch elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Dead-Lock, Parksensoren und Wegfahrsperre. Gegen Diebstahl schützt darüber hinaus die separat abschließbare Fahrerkabine und der Laderaum.

Fiat Fiorino – Kleinsttransporter

Der neue Fiat Fiorino kommt Ende 2007 auf den italienischen Markt – wahlweise in zwei Versionen, neun unterschiedlichen Karosserievarianten (u.a. ohne oder mit seitlichen Schiebetüren, verglast oder unverglast) und in zehn Farben. 2008 soll eine Adventure-Version die neue Baureihe komplettieren. Sie soll außen mit vorderen Stoßstangen samt integriertem Motorschutz, überdimensionierten Seitenschutzleisten sowie größerer Bodenfreiheit und innen mit speziell geformten Sitzen ihrer Bezeichnung gerecht werden.

Einen Ausblick auf die Entwicklungsmöglichkeiten des neuen Fiat Fiorino gibt auf der „Transpotec 2007“ in Mailand eine Version mit Elektroantrieb. Der von der Firma Micro-Vett umgebaute Kleinsttransporter wird von einem 15/30 PS starken Dreiphasen-Asynchron-Elektromotor angetrieben, der den Fiat Fiorino in sieben Sekunden von 0 auf 50 km/h beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubt. Das mit einem Automatikgetriebe ausgestattete Modell empfiehlt sich damit für den Lieferverkehr in den hoch belasteten Innenstädten. Die Lithium-Ionen-Batterien des Elektro-Fiorino sollen eine Reichweite von 100 Kilometer garantieren und sind in sechs bis acht Stunden aufgeladen.

Die Universalität des neuen Fiat Fiorino belegen in Mailand noch fünf andere Umbauten: vom Postwagen für Briefzustellung und automatischer Briefkastenleerung über den mit einem abwaschbaren und leicht desinfizierbaren Laderaum ausgestatteten Lieferwagen für Lebens- oder Arzneimittel sowie dem mobilen Werkstattwagen samt Modulsystem bis hin zum Servicemobil für Telefongesellschaften und zum Frischdienstmobil mit integrierter Kühlanlage.
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